Biokohle

von Kai Ahrendt

Pflanzenkohle wird unter Luftabschluß zwischen 270° und 1000° erhitzt. Bei diesem Pyrolyseverfgahren wird Wasser abgespalten und es entsehen Synthesgase. Die mineralischen Nährstoffe verbleiben in den Poren und an der Oberfläche der Pflanzenkohle. Es können alle pflanzlichen Rohstoffe mit einem Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 50% zum Einsatz kommen. Die enztstehenden Gase werden durch flammenlose Oxidation schadtstofflos verbrannt. Die dabei entstehende Wärme kann anschließend weiter genutzt werden.

Ein weiteers Verfahren ist die hydrothermale Carbonisierung (HTC). Bei diesem Verfahren wird Wasser hinzugegeben. Die Temperatur liegt bei 180° mit Drücken von 20bar.

Pflanzenkohle kann auch in einer Dampfatmosspähre produziert werden. Dieses Verfahren wird vapothermale Carbonisierung (VTC) genannt. Bei der vapothermalen Carbonisierung handelt es sich um einen exothermen Prozess, der bei Temperaturen zwischen 180 und 250 °C und Drücken von 16 bis 42bar stattfindet.

Die Pflanzenkohle an sich ist noch kein Dünger. Sie muß erst mit Nährstoffen angereichert werden. Dies kann durch Zugabe von Pflanzenkohle während der Kompostierung geschehen. Neben der Kompostierung mit Pflanzenkohle gibt es zahlreiche andere Methoden der Aktivierung und Herstellung von entsprechenden Pflanzenkohle-Produkten.

Aufgrund der hohen Porosität der Pflanzenkohle kann diese bis zur fünffachen Menge ihres Eigengewichtes an Wasser und den darin gelösten Nährstoffen aufnehmen. Im Bereich von 450 °C bis 700 °C entstehen Pflanzenkohlen mit der höchsten Adsorptionskapazität.

Durch den Eintrag von aktivierter Pflanzenkohle in landwirtschaftlich genutzte Böden lassen sich Auswirkungen auf die Bodenaktivität, Bodengesundheit und Ertragskapazität erzielen. In wissenschaftlichen Untersuchungen konnten unter anderem folgende Vorteile für die Bodenkulturen nachgewiesen werden (Quelle: Wikipedia):

- Verbesserung des Wasserspeichervermögens der Böden
- Zuwachs der Bodenbakterien, die in den Nischen der hochporösen Kohle einen geschützten Lebensraum finden, wodurch die Nährstoffumsetzung für die Pflanzen gefördert wird.
- Zunahme der Mykorrhizen, wodurch eine verbesserte Wasser- und Mineralstoffaufnahme sowie wirksamer Schutz gegen Pflanzenschädlinge gewährleistet wird.
- Adsorption toxischer Bodenstoffe wie organische Schadstoffe und Schwermetalle, wodurch die Lebensmittelqualität und der Grundwasserschutz verbessert werden.
- Höhere Bodendurchlüftung sowie bessere Aktivität von N-Bakterien und somit deutliche Reduktion der klimaschädlichen Methan- und Lachgas-Emissionen.
- Effizientere Nährstoffdynamik, die sowohl für erhöhtes Pflanzenwachstum, als auch für verminderte Nährstoffauswaschung sorgt.
Verbesserung der Pflanzengesundheit durch induzierte Resistenz.

Bekannte Hersteller sind z.B.:

Pyreg

Carbon Terra

BioMaCon

Regenis

Herstellerliste